Sonntag, 01 August, 2010
Häufige Fragen PDF Drucken E-Mail

032Was tun, wenn mein Englisch ungenügend ist?
Wie ist das Amerikanische Schulsystem strukturiert?
Welche amerikanischen Stufen entsprechen jenen im Schweizer Schulsystem?
Ratschläge für Austauschschüler
Ratschläge für die Eltern von Austauschschülern

 

Was tun, wenn mein Englisch ungenügend ist?

Keine Bange, das ist nicht weiter tragisch! Denn Zweck Deines Amerika-Schuljahres ist unter anderem ja auch, Deine Englischkenntnisse wesentlich zu verbessern. Wenn wir gewisse Mindestanforderungen beim Schuleintritt fordern müssen, so geht es einzig und allein darum sicherzustellen, dass Du dem Klassenunterricht in den verschiedenen Fächern von Anfang an ohne allzugrosse Schwierigkeiten zu folgen vermagst. Wer bei der Anmeldung nicht genügend Englisch-Kenntnisse hat, kann bei uns in den USA einen Englisch-Intensivkurse für Junioren besuchen, welcher auf den Schuleintritt vorbereitet. Die Kursdauer beträgt je nach Notwendigkeit individuell 4, 6 oder 8 Wochen. Alle Kandidaten für das Amerika-Schuljahr müssen nach erfolgter Anmeldung bei sich zuhause den SLEP Test (Secondary Level English Proficiency Test), machen, welcher ihre Sprachkenntnisse in den Sparten "Listening Comprehension" und "Reading Comprehension" prüft. In diesem Test musst Du mindestens 45 Punkte erreichen, um ins Austauschprogramm aufgenommen zu werden.

 

Wie ist das Amerikanische Schulsystem strukturiert?

Hier ein Schema des amerikanischen Schulsystems:

School/College

Age

Cours of Study

Title or Degree

Graduate or Postgraduate

older than 22

Postdoctoral Program

Professoral Degree

Doctoral Program

Doctorate Degree

Master’s Program

Master’s Degree

Univesity or College

21

Senior

Bachelor’s Degree

20

Junior

Two-Year Degree

19

Sophmore

 

18

Freshman

 

Secondary School

17

Grade 12 Senior

High School Diploma

16

Grade 11 Senior

 

15

Grade 10 Senior

 

14

Grade 9 Junior

 

13

Grade 8 Middle

 

12

Grade 7 Middle

 

Primary School

11

Grade 6

 

10

Grade 5

 

9

Grade 4

 

8

Grade 3

 

7

Grade 2

 

6

Grade 1

 

Kindergarden

5

Kindergarden

 

4

Kindergarden

 

 

Welche amerikanischen Stufen entsprechen jenen im Schweizer Schulsystem?

Das amerikanische Schulsystem ist sehr verschieden zu demjenigen in der Schweiz oder in Deutschland. Es ist jedoch anhand des nachstehenden Schemas leicht zu begreifen. Unsere typischen USA-Austauschschüler gehören der Altersgruppe 15 bis 18 Jahre an und stehen im 9. bis 12. Schuljahr. Die ersten sechs Schuljahre sind mit unserem System noch einigermassen vergleichbar, dann aber gibt es erhebliche Unterschiede.

"Grades"/Stufen

Alter

Schule USA

Schule Schweiz

1-4

6-9

Elementary School

1. bis 4. Klasse Primarschule

5-6

10-11

Middle School

5. bis 6. Klasse Primarschule

7-8

12-13

Middle School

1. bis 2. Klasse Sekundar oder Gymnasium

9

14

Junior High School

3. Klasse Sekundar oder Gymnasium

10-12

15-17

Senior High School

ab 3. Klasse Gymnasium

Freshman

18

College

Gymnasium

 

Ratschläge für Austauschschüler

Die ersten Monate eines Austauschjahres sind vermutlich auch die schwierigsten! Es sind aber auch die Monate, während denen Du am meisten lernst, auch wenn Dich dies vermutlich einige Mühe kosten wird. Eine neue Sprache zu sprechen, einen neuen Lebensstil zu leben, und dies alles fern von Deinem gewohnten Zuhause und Deinen alten Freunden ist sicher nicht einfach! Wir möchten Dir helfen, das Beste aus Deinem Austauschjahr zu machen. Hier deshalb unser Erfolgsrezept:

  • Schliess Dich nicht in Deinem Zimmer ab, sondern suche den Kontakt zu Deiner Gast-Familie. Versuche, so wenig wie möglich allein zu sein!
  • Scheue Dich nicht, Fragen zu stellen, wenn Du etwas nicht verstehst. Alle wissen, dass Du eine neue Sprache lernst, und niemand erwartet von Dir, dass Du auf Anhieb immer alles korrekt verstehst!
  • 044Biete der Gastfamilie Deine Hilfe an, auch wenn sie dies nicht verlangt. Hilf doch einmal beim Tischdecken oder bring den Abfall raus, auch wenn dies nicht unbedingt zu Deinen gewohnten Hausämtchen gehört. Dies ist ein ausgezeichneter Weg, der Gastfamilie Deine Dankbarkeit zu zeigen.
  • Betätige Dich in ausserschulischen Aktivitäten, zum Beispiel im Sport oder in anderen Hobbies. Dies wird Dir helfen, neue Freundschaften zu erschliessen und aktiv zu bleiben.
  • Versuche, soviel wie möglich über die amerikanische Kultur herauszufinden, indem Du Fragen stellst, in Veranstaltungen mitmachst und neue Dinge ausprobierst!
  • Beachte die Hausregeln Deiner Gastfamilie, auch wenn Du mit diesen vielleicht nicht immer einverstanden bist. Wir wissen, dass dies für einen Gastschüler manchmal etwas schwierig sein kann. Bedenke aber : was bei uns zuhause als angemessen und selbstverständlich betrachtet wird, ist dies nicht unbedingt auch in Deinem neuen Gastland. Versuche, solche Unterschied in den Gebräuchen zu verstehen und zu respektieren, auch wenn’s schwer fällt!
  • Teile Deine eigene Kultur mit Deiner Gastfamilie. Erzähl ihnen über das tägliche Leben bei uns, koche vielleicht einmal eine typisch schweizerische Mahlzeit, und lehre sie über unsere eigene Kultur!
  • Sprich mit Deiner Betreuerin oder Deinem Betreuer, wenn Du ein Problem hast .... oder auch wenn Du kein Problem hast!
  • Und als oberste Devise gilt immer: erlebe Dein Amerikajahr und hab Spass! Hol Dir einfach das Maximum heraus!

 

Ratschläge für die Eltern von Austauschschülern

Wenn Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn für unser Amerika-Schuljahr an einer staatlichen amerikanischen Schule anmelden, gibt es einige bedeutende Punkte, über die sich die Eltern unbedingt genau im Klaren sein müssen.

1. Annahme der Kandidatur und Teilnahme am Programm
Für die Schülerinnen und Schüler, welche nach gewissen Eignungskriterien von uns und unseren amerikanischen Partnerorganisationen ausgewählt werden, ist es ein Privileg und nicht etwa ein Anrecht, an diesem Programm teilnehmen zu können.
026Der Austausch basiert hauptsächlich auf ehren-amtlicher, unentschädigter Tätigkeit von hunderten von Mitarbeitern unserer edukativen Institutionen beidseitig des Atlantiks. Nur das administrative Personal in der Zentrale und den zahlreichen regionalen Büros wird entlöhnt. Bedeutende Leistungen wie zum Beispiel Schule, Unterkunft und Pension sind gratis! Aus diesem Grunde ist auch die von den Eltern verlangte Kostenbeteiligung eher bescheiden und macht nur etwa einen Drittel des effektiven Leistungswerts aus! Beachten Sie die approximative Kostenaufteilung in der Rubrik "Preise". Sie erklärt im Einzelnen, wofür Ihr Kostenbeitrag tatsächlich verwendet wird, und welche Leistungen gratis sind.
Entsprechend sollen sich Eltern und Schüler auch verhalten. Sie können nicht fordern, sondern es wird von ihnen erwartet, dass sie sich den vorgegebenen Regeln fügen. Dies gilt besonders für die Wahl der Gastfamilie, deren Umfeld und soziale Stellung. Die typische amerikanische Gastfamilie sind Leute wie Sie und ich. Es sind normale Leute in geordneten Verhältnissen, die ein Erwerbseinkommen haben und dafür arbeiten. Manchmal sind beide Elternteile berufstätig, manchmal nicht. Und es sind praktisch alle Berufsgattungen vertreten. Wer Verhältnisse wie in Hollywood erwartet, hat sicher falsche Vorstellungen und wird enttäuscht sein! Es gibt Eltern, die diese Wahl bereits bei der Plazierung kritisieren oder gar anfechten, wenn ihr Kind zum Beispiel nicht in einer Akademikerfamilie untergebracht wird. Wer solche Vorstellungen hat, sollte auf eine Teilnahme an diesem Austauschprogramm verzichten. Wer für seine Tochter oder seinen Sohn besondere Ansprüche stellt im Bezug auf Familie oder Schule, sollte sich für ein privates Austauschprogramm entscheiden. Ein solches ist allerdings bedeutend teurer.

2. Platzierungsfristen
Das gleiche gilt vor allem auch für die Platzierungsfristen. Schülerplatzierungen bei unbezahlten Gastfamilien setzen eine sorgfältige Vorbereitung voraus und sind mit viel Arbeit und grossem Einsatz unserer freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort verbunden. Die endgültige Wahl trifft immer die Gastfamilie. Eine solche Platzierung lässt sich nicht erzwingen; sie kann nicht einfach wie eine 025Hotelreservation bestellt und abgewickelt werden. Hier gilt: Eltern und Schüler können keine Forderungen stellen, sondern müssen zuwarten, bis die Platzierung bestätigt ist. Es liegt in der Natur der Sache, dass keinerlei Fristen zugesagt werden können. In einigen Fällen geht es relativ rasch, in anderen benötigen unsere Mitarbeiter mehr Zeit. Die Platzierungen erfolgen in der Regel von Mitte April bis Ende August.

3. Regionale Wünsche
Wer sich frühzeitig anmeldet, in der Regel bereits im Vorjahr, kann eine oder mehrere Wunschregionen bezeichnen. Wir bemühen uns, solchen Wünsche nach Möglichkeit Rechnung zu tragen, können indessen keine Garantie dafür abgeben. Der allgemeine Trend in den vergangen Jahren hat gezeigt, dass rund zwei Drittel aller Schüler Kalifornien oder Florida wünschen. Davon können aber in der Regel höchstens etwa ein Drittel berücksichtigt werden. Verlangen Sie von uns deshalb nicht, dass Ihr Kind garantiert in einer dieser Regionen platziert wird, wir können Ihnen dies nicht versprechen.
 
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